
Die Mitte Stadt Zug besucht Siemens Smart Infrastructure
Mehrmals jährlich lädt die Mitte Stadt Zug ihre Mitglieder sowie Sympathisanten zu spannenden Anlässen mit Blick hinter die Kulissen ein. Eine ansehnliche Gruppe folgte dieses Mal der Einladung an den globalen Hauptsitz von Siemens Smart Infrastructure im LG-Areal. Das Interesse war gross: Siemens gehört mit über 1’700 Mitarbeitenden am Standort Zug zu den grössten Arbeitgebern im Kanton.
Begrüsst wurden die Gäste von David Gisler, Vorstandsmitglied der Mitte Stadt Zug und seit 12 Jahren als Abteilungsleiter bei Siemens tätig. Zum Start des Abends gab Standortleiter Beat Vanza einen spannenden Einblick in Siemens und den Standort Zug. Dabei kam es zu einer besonderen Überraschung: Beat Vanza hatte in den früheren Landis & Gyr-Zeiten mit dem ältesten Teilnehmer des Anlasses, der heute 93 Jahre alt ist, zusammengearbeitet. Ein schönes Beispiel dafür, wie stark Siemens mit der Zuger Geschichte verbunden ist. Auch betont wurde die Bedeutung eines starken Innovations- und Wirtschaftsstandorts Zug. Mit Bezug zur Mitte und der lokalen Industrie meinte er: «Der gemeinsame Nenner ist: Zug soll auch morgen ein Ort sein, an dem Menschen gerne leben, arbeiten und innovieren.» Politik schafft dafür die richtigen Rahmenbedingungen. Technologie macht neue Möglichkeiten konkret.

Nach dem Impuls ging es für die Gruppe auf eine eindrückliche Tour hinter die Kulissen. Zuerst führte der Rundgang rund 15 Meter in den Untergrund zur Heizungs- und Klimazentrale des Siemens-Campus. Dort konnten die Teilnehmenden sehen, wie Kühlung und Wärmegewinnung mithilfe einer Seewasserleitung funktionieren. Auch das Prinzip der Lüftungsanlage für einen modernen Gebäudekomplex wurde direkt vor den grossen Anlagen anschaulich erklärt.
Im zweiten Teil des Besuchs stand die Produktion im Mittelpunkt. Viele waren überrascht, dass sich mitten in Zug, unmittelbar neben Wohngebäuden, eine Fabrik mit Schichtbetrieb befindet. Beeindruckend war der Einblick in die moderne Fertigung: Heute wird auf zwei Stockwerken sowie in einem Lager im Untergeschoss effizient und ruhig produziert. Gleichzeitig wurde deutlich: Nachhaltigkeit spielt bei Siemens eine zentrale Rolle. Der Campus in Zug mit seinen vier Gebäuden ist CO₂-neutral.
Ein augenzwinkernder Moment ergab sich beim Blick vor den Haupteingang: Während die Mitte mit ihrem Wahlkampfbüssli angereist war, setzt Siemens bei Anlässen auf ein historisches VW-Büssli mit Elektroantrieb. So verbinden sich Tradition und Zukunft.
Der Abend klang in geselliger Atmosphäre im Freiruum aus. Dieser Ort erzählt ein Stück Siemens-Geschichte: Die ehemalige Fabrik wurde erfolgreich neu genutzt und hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für die Zuger Bevölkerung entwickelt. Damit ist der Freiruum ein schönes Beispiel für gelungenen Wandel mitten in Zug und für das Zusammenspiel von Geschichte, Innovation und neuer Nutzung.

Für die Mitte Stadt Zug bestätigte der Anlass den Wert solcher Begegnungen: Der direkte Austausch mit Unternehmen und Mitgliedern der Basis schafft Verständnis für die Herausforderungen und Chancen des Standorts Zug. Dass sich noch am gleichen Abend eine Teilnehmerin für eine Mitgliedschaft bei der Mitte entschied, freute die Organisatoren besonders.